Berichte
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Bericht aus SV-Zeitung August
Bericht aus der HNA vom 19.09.2005:
Auf den Hund gekommen

baunatal.
Dichtes Gedränge um das Parkstadion, überfüllte Parkplätze, Infostände.
Immer wieder Gebell. Dort, wo sonst Fußballfans ihre Mannschaften bei
Spielen anfeuern, drängen sich nun Herrchen, Kampfrichter und jede
Menge Vierbeiner auf dem Weg zur Wettkämpfstätte.
Grund für die
Menschenmassen im und um das Stadion sind die Bundessiegerprüfung und
der Agility-Wettbewerb des Vereins für Deutsche Schäferhunde, die
dieser zum sechsten Mal ausrichtet. Fährtenarbeit, Gehorsam und
Schutzdienst: 200 Teams aus dem ganzen Bundesgebiet zeigten am
Wochenende ihr Können.
Schutzdienst. Der ist es, der Martina
Bruckner und ihre beiden Kinder Anna-Lena und Johannes interessiert.
Sie sitzen auf der voll besetzten Tribüne des Parkstadions und fiebern
mit, während die Hunde auf dem Rasen unter ihnen auf Befehl ihre
Aufgabe meistern müssen.
Beim Schutzdienst bedeutet das, den
Angriff eines Täters abzuwehren. Insgesamt sind es rund 20 Übungen in
drei Abteilungen, die man bestehen muss. "Am wichtigsten sind dabei
immer der Gehorsam und das soziale Verhalten", erklärt Pressereferent
Heiko Christian Grube.
Nicht nur beim Schutz, auch bei der
Unterordnung. Die findet zeitgleich mit der Schutzprüfung auf dem
Nebenfeld statt. Auch hier stehen die Zuschauer dicht gedrängt. 20 000
werden es insgesamt bis zum frühen Nachmittag in Baunatal sein.
"Unterordnung
ist die Königsdisziplin", sagt Grube. Neun Übungen müssen die Hunde
hier absolvieren, zeigen, dass sie den Hörzeichen folgen. Dafür
trainieren sie jahrelang. Das sei nötig, da man dem Hund die Freude an
den gestellten Aufgaben anmerken müsse.
Darauf achtet man auch
im Parkstadion. Dort ist der Schutzdienst mittlerweile vom
Agility-Wettbewerb abgelöst worden. Parcours laufen, Hürden
überspringen, Röhren durchqueren. Die siebenjährige Ann-Christin und
ihr vierjähriger Bruder Lukas verfolgen alles ganz genau. Sie sind
zusammen mit Papa Torsten Marbitzer zur Hundeschau gekommen. Was da am
spannendsten ist? "Die Hunde natürlich", sagt Ann-Christin ohne zu
zögern. "Und was die alles können", ergänzt Lukas. (PKE)
Bericht aus der HNA vom 16.09.2005
Kalli lässt nicht locker

Von Sven Kühling
baunatal.
Drei, vier Meter fliegt Kalli durch die Luft. Im Flug beißt sich der
Schäferhund am linken Unterarm von Guido Pfennig fest. Am Arm hängend
wird er noch etwas umhergewirbelt. Kalli lässt nicht locker. Der Rüde
heißt mit vollem Namen Kallimero vom Ebsdorfergrund und nimmt gemeinsam
mit Birgit Johnen an den deutschen Meisterschaften im
Schäferhunde-Sport teil.
"Aus" ruft Hundeführerin Birgit aus
gut 50 Metern Entfernung über den Rasen des Baunataler Parkstadions.
Kalli lässt ab vom Helfer Guido Pfennig, dessen Arm mit einem dicken
Polster aus Leder und Jute geschützt ist.
Schutzdienst heißt
der Wettbewerb, der im Parkstadion vor gut gefüllter Haupttribüne auf
dem Programm steht. Für Birgit Johnen aus Marburg, der einzigen
Starterin der Landesgruppe Hessen-Nord, verläuft der Wettkampf eher
mittelmäßig. 83 von 100 möglichen Punkten geben die Richter. Das lässt
einen Platz im Mittelfeld vermuten.
Die Anspannung steht der
44-Jährigen nach den Übungen auf dem Rasen noch ins Gesicht
geschrieben. "Ich war diesmal sehr nervös", verrät Birgit Johnen. Seit
August habe sie täglich vier Stunden mit dem Schäferhund trainiert.
Zwei Wochen Verletzungspause für "Kalli" vor den Meisterschaften
sorgten allerdings für ein Formtief. Nervosität und Trainingsfleiß
haben auch bei der Hundeführerin ihre Spuren hinterlassen. "Ich habe in
dieser Woche vier Kilo abgenommen."
200 Teilnehmer treten am
Wochenende zur Bundessiegerprüfung in Baunatal an. Schäferhundesportler
kommen zum Zuschauen aus ganz Deutschland. Bis zu 30 000 Besucher
erwarten die Veranstalter. Einer von ihnen ist Horst Schüssler. Der
43-Jährige aus dem rheinland-pfälzischen Ingelheim bleibt das ganze
Wochenende in Baunatal. Zum Teil mit dem Fernglas vor Augen verfolgt
der Ingenieur das Geschehen im Stadion. "Das Interesse ist groß", sagt
er. "Ich habe selber zwei Hunde." Für die deutschen Meisterschaften in
Baunatal hat sich Schüssler übrigens extra zwei Tage Urlaub genommen.
"Der Hundesport begeistert mich."
Frank Eisele ist einer der
Helfer, die beim Schutzdienst den Bösewicht mimen. "Man muss
durchtrainiert sein", sagt der 23-Jährige Stuttgarter. Mit bis zu 30
Kilometern pro Stunde kommen die 25 bis 30 Kilogramm schweren Hunde auf
den Helfer zugerannt. Die Frage, ob er da manchmal ein wenig Angst
habe, entlockt Eisele lediglich eines: ein Kopfschütteln. E Karten: 3
Tage: 15 Euro, 2 Tage: 10 Euro, 1 Tag: 6 Euro.
Bericht aus der HNA vom 15.09.2005
Leinen, Ketten, Apportierhölzer

baunatal.
Am Baunataler Parkstadion entsteht derzeit eine Zelt- und
Wohnmobilstadt. Rund 60 Aussteller und Gewerbetreibende bauen auf für
die Deutschen Meisterschaften der Schäferhunde-Sportler. Hundefutter,
Ergänzungsnahrung, Leinen, Ketten, Schutzanzüge, Pokale,
Apportierhölzer - einfach alles, was Hund, Herrchen und Frauchen so
brauchen, wird angeboten. Natürlich gibt es auch ein großes Zelt und
Stände, an denen sich Teilnehmer und Zuschauer stärken können.
Am
heutigen Freitag sowie Samstag und Sonntag beginnen die Wettkämpfe
bereits ab 7 Uhr auf einem Nebenplatz, ab 8.30 Uhr im Stadion. Sie
enden am späten Nachmittag, 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie
bis zu 30 000 Zuschauer erwarten die Veranstalter für die Wettkämpfe am
Wochenende. Titel werden in den Disziplinen Fährtenarbeit, Gehorsam und
Schutzdienst sowie Agility vergeben.
Karten für das
Parkstadion: 3 Tage 15 Euro, 2 Tage 10 Euro, 1 Tag 66 Euro, Kinder bis
zwölf Jahre frei, von zwölf bis 18 Jahre halber Preis. (SOK)
15.09.2005
Bericht vom 14.09.2005
30 000 Zuschauer erwartet

Von Sven Kühling
baunatal.
Am Wochenende dreht sich in Baunatal alles um den Deutschen
Schäferhund. 25 000 bis 30 000 Zuschauer erwarten die Veranstalter zu
den deutschen Meisterschaften im Schäferhunde-Sport im Parkstadion. 200
Teilnehmer treten mit ihren Vierbeinern an zu den Wettkämpfen
Fährtenarbeit, Unterordnung, Schutzdienst und Agility.
In
Baunatal sei die Elite dieser Sportart am Start, betont Heiko Christian
Grube, Pressereferent des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Im
weltweiten Vergleich haben die Deutschen noch die Nase vorn. "Die
anderen Nationen rücken immer näher", sagt Karl Krug, Organisator der
Veranstaltung in Baunatal und Vorsitzender der Landesgruppe Hessen
Nord.
Hartes Training haben Hundeführer und Vierbeiner hinter
sich. Drei- bis viermal pro Woche trainiere sie mit Hündin Hannah,
berichtet die deutsche Juniorenmeisterin Christina Zinn (Staufenberg).
Besonders die Kondition sei für den Hund ganz wichtig. "Wenn ich mit
dem Pferd ausreite, nehme ich ihn mit."
Dass es sich bei der
Arbeit mit den Hunden um Sport handelt, unterstreichen die Sportler
vehement. Mentale und körperliche Fitness seien für Hundeführer und
Hund absolute Voraussetzung - "egal in welcher Disziplin".
Bereits
am Freitag beginnen die Wettkämpfe im Parkstadion und auf einem
Nebenplatz. Die Wettbewerbe für die Fährtenarbeit finden in der Nähe
von Gudensberg statt. Ab 9 Uhr werde ein Pendelbus vom Parkstadion zu
dem Gelände fahren, erläutert Karl Krug.
Auch für Zuschauer,
die noch keinen Kontakt mit diesem Sport hatten, soll sich der Besuch
im Parkstadion lohnen. "Es ist ein harmonisches, faszinierendes Bild",
kündigt Heiko Grube an. Bei der Disziplin Agility (Flinkheit und
Aufgewecktheit) müssen Hundeführer und Hund gemeinsam einen
Hindernisparcours nach Zeit umrunden. Der Hund darf an den bis zu 1,90
Meter hohen Hindernissen keine Fehler machen.
Übrigens: Die
Veranstaltung in Baunatal bringt auch aus wirtschaftlicher Sicht etwas
für Stadt und Umgebung. "Alle Hotels sind ausgebucht. Sie bekommen kein
Bett mehr, teilweise sogar in Kasseler Hotels, bis nach Bad Wildungen",
sagt Karl Krug. "Der Wirtschaftsfaktor spielt eine große Rolle."
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