BSP 2005
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Berichte

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Bericht aus SV-Zeitung Juli

Bericht aus SV-Zeitung August


Bericht aus der HNA vom 19.09.2005:

Auf den Hund gekommen

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baunatal. Dichtes Gedränge um das Parkstadion, überfüllte Parkplätze, Infostände. Immer wieder Gebell. Dort, wo sonst Fußballfans ihre Mannschaften bei Spielen anfeuern, drängen sich nun Herrchen, Kampfrichter und jede Menge Vierbeiner auf dem Weg zur Wettkämpfstätte.

Grund für die Menschenmassen im und um das Stadion sind die Bundessiegerprüfung und der Agility-Wettbewerb des Vereins für Deutsche Schäferhunde, die dieser zum sechsten Mal ausrichtet. Fährtenarbeit, Gehorsam und Schutzdienst: 200 Teams aus dem ganzen Bundesgebiet zeigten am Wochenende ihr Können.

Schutzdienst. Der ist es, der Martina Bruckner und ihre beiden Kinder Anna-Lena und Johannes interessiert. Sie sitzen auf der voll besetzten Tribüne des Parkstadions und fiebern mit, während die Hunde auf dem Rasen unter ihnen auf Befehl ihre Aufgabe meistern müssen.

Beim Schutzdienst bedeutet das, den Angriff eines Täters abzuwehren. Insgesamt sind es rund 20 Übungen in drei Abteilungen, die man bestehen muss. "Am wichtigsten sind dabei immer der Gehorsam und das soziale Verhalten", erklärt Pressereferent Heiko Christian Grube.

Nicht nur beim Schutz, auch bei der Unterordnung. Die findet zeitgleich mit der Schutzprüfung auf dem Nebenfeld statt. Auch hier stehen die Zuschauer dicht gedrängt. 20 000 werden es insgesamt bis zum frühen Nachmittag in Baunatal sein.

"Unterordnung ist die Königsdisziplin", sagt Grube. Neun Übungen müssen die Hunde hier absolvieren, zeigen, dass sie den Hörzeichen folgen. Dafür trainieren sie jahrelang. Das sei nötig, da man dem Hund die Freude an den gestellten Aufgaben anmerken müsse.

Darauf achtet man auch im Parkstadion. Dort ist der Schutzdienst mittlerweile vom Agility-Wettbewerb abgelöst worden. Parcours laufen, Hürden überspringen, Röhren durchqueren. Die siebenjährige Ann-Christin und ihr vierjähriger Bruder Lukas verfolgen alles ganz genau. Sie sind zusammen mit Papa Torsten Marbitzer zur Hundeschau gekommen. Was da am spannendsten ist? "Die Hunde natürlich", sagt Ann-Christin ohne zu zögern. "Und was die alles können", ergänzt Lukas. (PKE)




Bericht aus der HNA vom 16.09.2005

Kalli lässt nicht locker

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Von Sven Kühling

baunatal. Drei, vier Meter fliegt Kalli durch die Luft. Im Flug beißt sich der Schäferhund am linken Unterarm von Guido Pfennig fest. Am Arm hängend wird er noch etwas umhergewirbelt. Kalli lässt nicht locker. Der Rüde heißt mit vollem Namen Kallimero vom Ebsdorfergrund und nimmt gemeinsam mit Birgit Johnen an den deutschen Meisterschaften im Schäferhunde-Sport teil.

"Aus" ruft Hundeführerin Birgit aus gut 50 Metern Entfernung über den Rasen des Baunataler Parkstadions. Kalli lässt ab vom Helfer Guido Pfennig, dessen Arm mit einem dicken Polster aus Leder und Jute geschützt ist.

Schutzdienst heißt der Wettbewerb, der im Parkstadion vor gut gefüllter Haupttribüne auf dem Programm steht. Für Birgit Johnen aus Marburg, der einzigen Starterin der Landesgruppe Hessen-Nord, verläuft der Wettkampf eher mittelmäßig. 83 von 100 möglichen Punkten geben die Richter. Das lässt einen Platz im Mittelfeld vermuten.

Die Anspannung steht der 44-Jährigen nach den Übungen auf dem Rasen noch ins Gesicht geschrieben. "Ich war diesmal sehr nervös", verrät Birgit Johnen. Seit August habe sie täglich vier Stunden mit dem Schäferhund trainiert. Zwei Wochen Verletzungspause für "Kalli" vor den Meisterschaften sorgten allerdings für ein Formtief. Nervosität und Trainingsfleiß haben auch bei der Hundeführerin ihre Spuren hinterlassen. "Ich habe in dieser Woche vier Kilo abgenommen."

200 Teilnehmer treten am Wochenende zur Bundessiegerprüfung in Baunatal an. Schäferhundesportler kommen zum Zuschauen aus ganz Deutschland. Bis zu 30 000 Besucher erwarten die Veranstalter. Einer von ihnen ist Horst Schüssler. Der 43-Jährige aus dem rheinland-pfälzischen Ingelheim bleibt das ganze Wochenende in Baunatal. Zum Teil mit dem Fernglas vor Augen verfolgt der Ingenieur das Geschehen im Stadion. "Das Interesse ist groß", sagt er. "Ich habe selber zwei Hunde." Für die deutschen Meisterschaften in Baunatal hat sich Schüssler übrigens extra zwei Tage Urlaub genommen. "Der Hundesport begeistert mich."

Frank Eisele ist einer der Helfer, die beim Schutzdienst den Bösewicht mimen. "Man muss durchtrainiert sein", sagt der 23-Jährige Stuttgarter. Mit bis zu 30 Kilometern pro Stunde kommen die 25 bis 30 Kilogramm schweren Hunde auf den Helfer zugerannt. Die Frage, ob er da manchmal ein wenig Angst habe, entlockt Eisele lediglich eines: ein Kopfschütteln. E Karten: 3 Tage: 15 Euro, 2 Tage: 10 Euro, 1 Tag: 6 Euro.



Bericht aus der HNA vom 15.09.2005


Leinen, Ketten, Apportierhölzer

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baunatal. Am Baunataler Parkstadion entsteht derzeit eine Zelt- und Wohnmobilstadt. Rund 60 Aussteller und Gewerbetreibende bauen auf für die Deutschen Meisterschaften der Schäferhunde-Sportler. Hundefutter, Ergänzungsnahrung, Leinen, Ketten, Schutzanzüge, Pokale, Apportierhölzer - einfach alles, was Hund, Herrchen und Frauchen so brauchen, wird angeboten. Natürlich gibt es auch ein großes Zelt und Stände, an denen sich Teilnehmer und Zuschauer stärken können.

Am heutigen Freitag sowie Samstag und Sonntag beginnen die Wettkämpfe bereits ab 7 Uhr auf einem Nebenplatz, ab 8.30 Uhr im Stadion. Sie enden am späten Nachmittag, 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie bis zu 30 000 Zuschauer erwarten die Veranstalter für die Wettkämpfe am Wochenende. Titel werden in den Disziplinen Fährtenarbeit, Gehorsam und Schutzdienst sowie Agility vergeben.

Karten für das Parkstadion: 3 Tage 15 Euro, 2 Tage 10 Euro, 1 Tag 66 Euro, Kinder bis zwölf Jahre frei, von zwölf bis 18 Jahre halber Preis. (SOK)

15.09.2005


Bericht vom 14.09.2005

30 000 Zuschauer erwartet

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Von Sven Kühling

baunatal. Am Wochenende dreht sich in Baunatal alles um den Deutschen Schäferhund. 25 000 bis 30 000 Zuschauer erwarten die Veranstalter zu den deutschen Meisterschaften im Schäferhunde-Sport im Parkstadion. 200 Teilnehmer treten mit ihren Vierbeinern an zu den Wettkämpfen Fährtenarbeit, Unterordnung, Schutzdienst und Agility.

In Baunatal sei die Elite dieser Sportart am Start, betont Heiko Christian Grube, Pressereferent des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Im weltweiten Vergleich haben die Deutschen noch die Nase vorn. "Die anderen Nationen rücken immer näher", sagt Karl Krug, Organisator der Veranstaltung in Baunatal und Vorsitzender der Landesgruppe Hessen Nord.

Hartes Training haben Hundeführer und Vierbeiner hinter sich. Drei- bis viermal pro Woche trainiere sie mit Hündin Hannah, berichtet die deutsche Juniorenmeisterin Christina Zinn (Staufenberg). Besonders die Kondition sei für den Hund ganz wichtig. "Wenn ich mit dem Pferd ausreite, nehme ich ihn mit."

Dass es sich bei der Arbeit mit den Hunden um Sport handelt, unterstreichen die Sportler vehement. Mentale und körperliche Fitness seien für Hundeführer und Hund absolute Voraussetzung - "egal in welcher Disziplin".

Bereits am Freitag beginnen die Wettkämpfe im Parkstadion und auf einem Nebenplatz. Die Wettbewerbe für die Fährtenarbeit finden in der Nähe von Gudensberg statt. Ab 9 Uhr werde ein Pendelbus vom Parkstadion zu dem Gelände fahren, erläutert Karl Krug.

Auch für Zuschauer, die noch keinen Kontakt mit diesem Sport hatten, soll sich der Besuch im Parkstadion lohnen. "Es ist ein harmonisches, faszinierendes Bild", kündigt Heiko Grube an. Bei der Disziplin Agility (Flinkheit und Aufgewecktheit) müssen Hundeführer und Hund gemeinsam einen Hindernisparcours nach Zeit umrunden. Der Hund darf an den bis zu 1,90 Meter hohen Hindernissen keine Fehler machen.

Übrigens: Die Veranstaltung in Baunatal bringt auch aus wirtschaftlicher Sicht etwas für Stadt und Umgebung. "Alle Hotels sind ausgebucht. Sie bekommen kein Bett mehr, teilweise sogar in Kasseler Hotels, bis nach Bad Wildungen", sagt Karl Krug. "Der Wirtschaftsfaktor spielt eine große Rolle."